Taschengeldkino - Film und Filmen in der Schule 2012/2013
Arbeitsphasen
Arbeitsphase 1 • Erzählen in bewegten Bildern
Die dreidimensionale Realität im zweidimensionalen Abbild der Kamera darzustellen, stellt ebenso eine Herausforderung dar, wie aus den unendlichen Möglichkeiten der Filmsprache auszuwählen. Anhand kleiner praktischer Übungen gehen die Teilnehmer erste Schritte, im Umgang mit der Kamera, in der Auseinandersetzung mit filmsprachlichen Mitteln und mit der rechnergestützten Filmmontage. Erste Entwicklungsschritte einer Filmproduktion werden bedacht und geplant.
Arbeitsphase 2 • Der Dokumentarfilm
Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Genres „Dokumentation“ werden aufgezeigt, Aspekte der Dramaturgie und der besonderen Haltung des Regisseurs in den Fokus genommen. Mit mehr als einer Ideenskizze gehen die Teilnehmer an die Arbeit und erstellen vor Ort eine Dokumentation. Filmanalytische Aspekte und deren Methodik im Unterricht werden erarbeitet.
Arbeitsphase 3 • Kurzspielfilm – Bildgestaltung mit der Kamera
Nicht nur die technische Auseinandersetzung in der Handhabung mit der Kamera macht das gute Bild, sondern vielmehr der fotografische Blick des Kameramanns, der mit seinen bewegten Bildern eine eigene Film-Realität erschafft. Das Seminar gibt Antworten zu Fragen der Bildästhetik, der Wahrnehmung, Ausdrucksmöglichkeiten der Kamera. Im Forderung steht das praktische Tun, Filmbeispielen geben Einblick in die professionelle Umsetzung. Vor der Kamera wird der Darsteller Teil dieser Film-Realität. Die Teilnehmer erproben praktische Spielleiterübungen für die Anleitung von Schülern zum Spiel vor der Kamera.
Arbeitsphase 4 • Trickreich - Animationsfilm
Der Trickfilm vereint alle klassischen Aspekte des Filmemachens und fügt eine erfrischende Komponente hinzu – das Experiment. Bereits bei den Pionieren der Filmgeschichte gehörte das „Filmen mit Tricks“ zum selbstverständlichen Handwerk. Schon sehr früh hat sich daraus der Animationsfilm als eigenständiges Genre mit diversen Spielarten entwickelt. Es werden verschiedene Tricktechniken vorgestellt und professionelle Arbeiten gezeigt. Die Teilnehmer stellen in Gruppen eigene Animationen und kurze Sequenzen in verschiedenen Techniken her. Eingebettet in diese Arbeitsphase ist die Zertifikatsvergabe.
Arbeitsphase 5 • Drehbuch und Dramaturgie
Der Kurzspielfilm ist bei Jugendlichen das beliebteste, aber es ist auch das anspruchsvollste Genre. Umso wichtiger ist eine durchdachte Dramaturgie. Daher wird diese in einer Drehbuchwerkstatt ausformuliert und die Erstellung einer Drehbuchszene erprobt. Gestalterische Elemente werden neben filmmotivischen und filmerzählerischen Aspekten mit bedacht. An Kurz- und Spielfilmen werden dramaturgische Instrumentarien erläutert.
Arbeitsphase 6 • Im Bild sein - Lichtgestaltung
Diese Projekteinheit widmet sich den technischen und gestalterischen Aspekten der Bildgestaltung und des Lichtsetzens bei Film- und Videoaufnahmen. Zunächst werden technische Grundlagen erläutert (u.a. Leuchten und Scheinwerfer, Folien, technische Geräte und Hilfsmittel), dann Aufgabenstellungen mit unterschiedlichen Lichtstimmungen konzeptionell erarbeitet und in die Praxis umgesetzt.
Arbeitsphase 7 • Cut und Postproduktion
Der Dreh ist vorbei, die entscheidende Phase der Postproduktion beginnt. Die Montage ist das Herzstück der filmischen Praxis. Hier lässt sich ein Film formen, weiterentwickeln, gar verändern. Ausdrucksmöglichkeiten der unterschiedlichen Montageverfahren werden analysiert und in der Erprobung digitaler Schnitttechniken umgesetzt. Welche Wechselwirkungen finden zwischen Bild und Ton/Musik statt? Aufnahmetechnik, Soundbearbeitung, Klang und Musikgestaltung sind Gestaltungsaspekte innerhalb des Bereichs der Nachvertonungen und bilden Ansatzpunkte für praktische Übungen.
Wir behalten uns vor, die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsphasen aus organisatorischen Gründen zu variieren.







