"Video killed the Radio Star"

Mit Schüler*innen Musikvideos realisieren.

16. bis 18. Februar 2017

"Video killed the Radio Star" war ein Vertiefungsseminar im Rahmen der Qualifizierung TASCHENGELDKINO für Filmlehrerinnen und -lehrer, die mit Schüler*innen Musikvideos produzieren möchten. Die Herausforderung: in zweieinhalb Tagen ein Musikvideo zu konzeptionieren, zu drehen und eine erste Schnittfassung zu montieren. Die Teilnehmenden: Zwölf Filmbegeisterte, die als Lehrende mit ihren Schüler*innen schon filmisch unterwegs sind, oder als Kulturschaffende im Bereich Musik und Film die Grenzen überschreiten möchten. Der Dozent:Uwe Flade, Regisseur von mehr als 60 Musikvideos, u.a. für Depeche Mode, A-HA, Rammstein, Sportfreunde Stiller, Franz Ferdinand. Die Musikerin:Rahel Kraskaaus Berlin. Sie lieferte den Song zum geplanten Musikvideo. Die Location: Die Flure und Zimmer, die Küche und der Fahrstuhl der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Und los ging es...

Uwe Flade startete das Seminar mit reichlich Input und Anekdoten aus der Branche. Musikvideos wurden geschaut, analysiert und bewertet, geschichtlich und nach Spielarten eingeordnet. Auch Fragen zum Verhältnis von Youtube zu professionellen Musikvideoproduktionen fanden Raum. Nach dieser Einführung in die Musikvideoproduktion gingen die Teilnehmenden ans Werk. Das Grundkonzept für das Video gab Uwe Flade, auch hier als Regisseur agierend, weitestgehend vor, nun lag es an den Teilnehmenden dieses durch Bildgestaltung, Licht- und Kameraführung umzusetzen. Departments wurden eingeteilt, Produktionspläne geschrieben und Drehprotokolle geführt. Immer wieder musste improvisiert werden, um das Setting zu optimieren, ständig wurden gestalterische Entscheidungen gefällt und deren Realsierung ausgelotet. Fenster mussten verdunkelt, Lichtschranken verklebt und der Fahrstuhl für mehrere Stunden gestoppt werden. Ja und  natürlich gabe es auch Zeiten des Wartens am Set, ganz im Sinne des Songtitels. Nach acht Stunden Dreh war alles im Kasten und der Rohschnitt konnte beginnen. Am Seminarende waren drei sehenswerte erste Schnittfassungen entstanden, eine unglaubliche Leistung — Hut ab!

Die Ausschreibung

Unkalkulierbar, rebellisch, unverschämt, erotische Versprechen und schwitzende Bandleader, Lichtblitze und Rauchsäulen – Ästhetik und Bildsprache von Musikvideos sind vielseitig. Ganze Geschichten werden reduziert oder gänzlich aufgelöst in nur drei Minuten. Doch was unterscheidet künstlerische und ästhetische Musikvideos  von der überwältigenden Menge der Mainstream-Musikvideos, die oft lediglich eine Aneinanderreihung schneller Schnitte, eine permanente Reproduktion von Klischees sind?

Musikvideos sind mehr als nur Werbefilme für Songs. Viele Musiker_innen und Bands legen Wert auf die bildlich herausragende Gestaltung ihrer Kompositionen. Ob Mixtur aus Animation und realen Szenen, ob erzählerisch oder abstrakt, ob handgemacht oder digital, die Spielarten eines Musikvideos sind vielseitig. Die Bandbreite reicht von performativen Formaten bis zur Videokunst. Mit Witz und Ironie werden Identitäten geschaffen und die Wahrnehmung unserer Welt zum Ausdruck gebracht.
Diese Praxiswerkstatt erkundet Erzählweisen und Ausdrucksmöglichkeiten im Musikvideo und gibt Einblicke in die Musikvideolandschaft und deren professionelle Produktionsbedingungen. Anhand von Vorgaben realisieren die Teilnehmenden selbst ein Musikvideo.

Angesprochen zur Teilnahme sind filmpraktisch Interessierte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, vor allem Lehrerinnen und Lehrer, die erfolgreich die Qualifizierung TASCHENGELDKINO abgeschlossen haben. In dieser Werkstatt lässt sich sowohl vorhandenes Wissen über Bildgestaltung und Montage auffrischen, als auch der Umgang mit Kamera und Schnitt vertiefen. Kenntnisse im Umgang mit einem Schnittprogramm (z.B.: Video deLuxe (Magix) oder einem vergleichbaren Programm) sind erforderlich.

Leitung: Uwe Flade, Regisseur, Berlin, Uwe Flade dreht für Bands wie Depeche Mode, Rammstein, Franz Ferdinand, A-HA, Zweiraumwohnung und Sportfreunde Stiller, (www.uweflade.de) Claudia Wenzel, Projektleitung filmlehrer.de / up-and-coming Int. Film Festival Hannover

Veranstalter: Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und filmlehrer.de



Splatter, Western oder Science-Fiction?

— Genreverfilmungen im Praxistest —

15. bis 17. Januar 2016

Leitung: Martina und Monika Plura

Sturmhauben, Colts und Bademäntel, Perücken, Schminke und 200ml Kunstblut — die Grundausstattung für die Genreverfilmungen stand. Nun brauchte es noch motivierte Filmemacher und eine zündende Idee für die Umsetzung der insgesamt vier vorgegebenen Szenen, um einen Horror- und Actionstreifen, eine Komödie und einen Western zu inszenieren und zu produzieren. Das fünfte Vertiefungsseminar für Filmlehrerinnen und -lehrer, geleitet von Martina und Monika Plura, stand ganz im Zeichen des Genres und deren Merkmalen und Unterschiede.

Filmausschnitte lieferten das Futter, um insbesondere bildgestalterische Merkmale und Unterschiede herauszuarbeiten und Subgenres aufzuzeigen. Der Schritt zu den eigenen Filmen begann mit einer intensiven Planungsphase, die den Teilnehmenden viel Konzentration abverlangte. Aber die Ergebnisse der Produktionsplanung konnten sich sehen lassen: Sorgfältig ausgewählte Motive und Requisiten, ausführliche Storybords, exakte Floorpläne und ein auch auf die Zeit achtender Drehplan. Der Dreh konnte beginnen. Auch einsetzender Schneefall hielt die Action-Filmer nicht ab, waghalsige Stunts und rasende Verfolgungsjagden zu drehen. Der Schnitt — wie immer bis in die Nacht hinein — aber es lohnt sich, alle Filme wurden fertig und bekamen in ihrer Präsentation ein differenziertes Feedback.

Mit viel Herzblut und Intensität haben die beiden Pluraschwestern den Teilnehmenden zur Seite gestanden. Sie gaben praktische Tipps und Tricks aus dem Nähkästchen einer Kamerafrau und einer Regisseurin. Gewährten Einblicke in die Arbeitsweisen im Umgang mit Drehbüchern und der Auflösung der selbigen in Bilder, die sich wunderbar auf schulsiche Arbeit übertragen lassen.

Fazit: Viel Input und neue umsetzbare Ideen für eigene Schülerfilmprojekte, reichlich Schlafmangel, aber begeisterte Filmlehrerinnen und -lehrer und Dozentinnen.

Die Ausschreibung

Welche unterschiedlichen Erzähl- und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen sich für einen Film durch die Wahl eines bestimmten Genres? Welche kommen in Betracht, welche korrespondieren mit der Projektidee am besten? Welchen Regeln folgt der „Western“, was ist die spezifische Qualität von „Fantasy“ und wie verhält es sich mit Subgenres und Mischformen wie der „Kriminalkomödie“? Die Wahl des Plots, der Charaktere und ihrer Konflikte legen den Grundstein für das Genre eines Films. Es beeinflusst seine Dramaturgie, die Komposition, das Setting, die Musik und selbst seinen Sound maßgeblich. Das Seminar fokussiert genrespezifische Erzählmöglichkeiten. Wie kann durch Veränderung in der Bildgestaltung und Montage ein und dieselbe Szene ganz unterschiedlichen Genremustern folgen? Das werden wir ausprobieren. Denn neben dem Ansehen und Vergleichen von Filmausschnitten stehen das Drehen und eigene Erproben im Vordergrund, um die vielfältigen Erzähl- und Gestaltungsmöglichkeiten unterschiedlichster Genre kennen zu lernen, auszuloten und sich für die eigene Filmpraxis zu erschließen.

Angesprochen zur Teilnahme sind filmpraktisch Interessierte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, vor allem Lehrerinnen und Lehrer, die erfolgreich die Qualifizierung TASCHENGELDKINO abgeschlossen haben. In dieser Werkstatt lässt sich sowohl vorhandenes Wissen über Bildgestaltung und Montage auffrischen, als auch der Umgang mit Kamera und Schnitt vertiefen.

Dozentinnen:                                                                                                                               Monika Plura, Kamerafrau, Berlin

Martina Plura, Regisseurin, Berlin www.plura-film.de

Claudia Wenzel, Projektleitung filmlehrer.de / up-and-coming Int. Film Festival Hannover

Veranstalter:                                                                                                                                           Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und filmlehrer.de



Wenn anders sein normal ist.

Ein Trickfilmseminar zur Filmarbeit mit jungen Menschen mit Behinderung

28. bis 30. Mai 2015

Leitung: Sören Wendt, Arne Osolin, Nils Haunert

Inklusion ist Fakt - warum nutzen wir sie nicht? Mit diesem Motto gingen die Seminarteilnehmenden daran, eigene Grenzen aufzubrechen, neue Erfahrungen zu sammeln und den Anforderungen des Schulalltags entgegenzutreten. Ob Pixilation, Moving-Mini-Monster-Animation oder Lightning Rooms - Sören Wendt, Trickfilmer, Regisseur und Medienpädagoge aus Hamburg, hat die Teilnehmenden durch das eigene Tun an das Genre Trickfilm herangeführt. Flankiert von theoretischen Ausführungen, Tipps und Tricks zum Filmemachen und jeder Menge Filmbeispielen - nicht zuletzt der Präsentation seines neuen Filmes "Planet Willi"! Mit dabei waren Arne Osolin, Lehrer an der Förderschule "Am Habrügger Weg" in Ganderkesee, sowie Nils Haunert, Lehrer an der Pestalozzischule in Burgwedel. Beide mit enorm viel Erfahrung in der Filmarbeit mit Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf. Doch ob nun verhaltensauffällig, oder -originell, ob behindert oder hypernormal, für alle Kinder, SchülerInnen und Jugendliche heißt Filmemachen sich in einer ganz besonderen Sprache ausdrücken zu lernen, ihre Träume in Realität zu verwandeln. Was brauchen junge Menschen mit Unterstützungsbedarf tatsächlich? Wie kann der Lehrende, der Motivator, der außerschulische Begleiter Unterstützer sein, damit sich das Potenzial des Einzelnen entfalten kann. Was kann das Filmemachen, insbesondere die Produktion von Trickfilmen auslösen, bewirken und fördern? Durch das Arbeiten im Team können die Rollen an die Fähigkeiten des Einzelnen angepasst werden. Das Ergebnis einer Trickfilmproduktion ist schnell sichtbar, schnell kann auf Verbesserungsmöglichkeiten reagiert werden. Und: Der Film selbst wird zur Autorität. Nicht der Lehrer sagt, was wann zu tun ist, sondern das Filmprojekt selbst ist Motivator. Timing hat plötzlich einen Sinn und selbst die kleinste verpatzte oder vergessene Aufgabe kann das Projekt sprengen. Das Vielfalt Vorteil und nicht Hürde ist, ist oft ausgesprochen und gehört worden, die Teilnehmenden haben es selbst erlebt - das gibt Ansporn, es auch selbst mit seinen Schülerinnen und Schülern umzusetzen.

 

Ausschreibungstext

Das Filmemachen trägt durch seinen Grundgedanken, sich mit seiner Umwelt kreativ zu beschäftigen, sowie durch seine arbeitsteilige Umsetzung dazu bei, die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern und zu fordern. Kommunikations- und nicht-sprachliche Ausdrucksfähigkeit zu erweitern, das Verantwortungs- und Selbstbewusstsein zu stärken, sich mit der eigenen Lebensumwelt auseinanderzusetzen – das sind nur einige der Fördermöglichkeiten, die sich beim Filmemachen fast »nebenbei« ergeben.
Das Seminar gibt Einblicke in Methoden der praktischen Filmarbeit: In kleinen Übungen gehen die Teilnehmenden erste Schritte einer Trickfilmproduktion. Ziel ist es, über das eigene Tun die vielfältigen und dennoch einfachen Einstiegsmöglichkeiten in das Medium Film erfahrbar zu machen und das Motivationspotenzial zu erkennen. Wo die Chancen der Filmarbeit an Förderschulen liegen und wie inklusive Filmpraxis gelingen kann, wird anhand von Filmbeispielen aus Förderschulen, an denen Film- und Videoarbeit ein fester Bestandteil des Schulalltags geworden ist, gezeigt. Erste Ideen zur eigenen Umsetzung werden von den Teilnehmenden durchdacht.
Angesprochen zur Teilnahme sind inklusionspädagogisch und filmpraktisch Interessierte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, vor allem Lehrerinnen und Lehrer aus Niedersachsen, die an einer Regel- oder Förderschule inklusiv tätig sind und das Filmemachen als Ausdrucksmöglichkeit und kreativen Impuls mit in ihre Unterrichtsarbeit aufnehmen möchten.

Dozenten:
Sören Wendt: Filmemacher in den Bereichen Animation und Regie sowie Medienpädagoge, Hamburg; www.trickfilmparty.de
Arne Osolin: Förderschullehrer, Schule am Habbrügger Weg, Ganderkesee mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale-Soziale Entwicklung, Arne Osolin hat die Qualifizierung TASCHENGELDKINO durchlaufen und ist Filmlehrer in Niedersachsen.
Nils Haunert: Stellvertretender Schulleiter der Pestalozzi-Schule, Burgwedel, Förderschule mit den Schwerpunkten Emotionale-Soziale sowie Geistige Entwicklung. Nils Haunert ist mit seiner Film-AG mehrfacher Gewinner der Niedersachsen Filmklappe.

Leitung: Claudia Wenzel, filmlehrer.de, up-and-coming Int. Film Festival Hannover, Projektleiterin der Qualifizierungsmaßnahme TASCHENGELDKINO

Eine Kooperation der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und filmlehrer.de



"Ich höre was, was du nicht siehst!"

Geräusche machen für den Film

7. bis 9. März 2014

Leitung: Janne von Busse, Olaf Mierau

 

Saft eingießen, Geschirr spülen, prasselnde Regentropfen am Fenster. Schritte auf der Treppe, der Kick beim Fußballspielen, rasendes Pferdegetrappel auf staubigem Grund – Geräusche, wie sie scheinbar selbstverständlich aus dem Spiel heraus entstehen und im Film zu hören sind. Doch weit gefehlt. Oft sind diese Soundelemente im Originalton aus technischen, logistischen oder auch künstlerischen Gründen nicht zu verwenden.

Geräuschemacher_innen (engl. Foley-Artist, nach Jack Donovan Foley) synchronisieren diese Handlungs- und Bewegungsgeräusche neu, indem sie Töne, Klänge, Sounds erfinden und in einem speziellen Tonstudio aufnehmen (Foley Stage). Besondere emotionale Stimmungen, Spezialeffekte (SFX), akustische Eigenarten von Schauspielerrollen und nicht zuletzt alle, eigens für die Synchronisation erstellten, internationalen Fassungen (IT`s), sind ohne die Kreativität des Foley Artist´s nicht denkbar.

Die Dozent_innen geben Einblicke in die Geheimnisse dieser menschlich erzeugten Klänge und ihrer Nachvertonung. Neben der Präsentation und Herstellung von Klangwerkzeugen wird in diesem Seminar auch das genaue Hören geschult. In kleinen praktischen Übungen gehen die Teilnehmenden auf die phantasievolle Suche nach Tönen und Klängen, sie improvisieren Geräusche und vertonen gemeinsam kleine Filmszenen.

Angesprochen zur Teilnahme sind an Filmpraxis mit Jugendlichen Interessierte, vor allem Lehrerinnen und Lehrer, die erfolgreich die Qualifizierung TASCHENGELDKINO abgeschlossen haben.

 

Leitung: Janne von Busse, Tonmeisterin, Berlin; Olaf Mierau, Postproduction Sound Supervisor, Music Supervisor, Foley Artist, Berlin

Claudia Wenzel, filmlehrer.de, up-and-coming Int. Film Festival Hannover, Projektleiterin der Qualifizierungsmaßnahme TASCHENGELDKINO



CAMERA ACTING

für die Filmarbeit in der Schule

31. Mai bis 2. Juni 2013

Leitung: Nick Dong-Sik

 

„Kamera ab! – Kamera läuft! – Und Action!“

Ist die Klappe gefallen, beginnen die Darstellenden zu agieren – was aber ist beim Spiel vor der Kamera zu beachten?

Im Seminar „Camera Acting“ werden Grundlagen für die Filmarbeit mit Schülerinnen und Schülern erarbeitet. Anhand der Entwicklung einer Spielszene werden zentrale Aspekte der Drehbuchlektüre, des Umsetzens von Regieanweisungen und der Rollengestaltung vermittelt. In Spielübungen werden die Teilnehmenden eine Rolle entwickeln und die Kamera als Partnerin und Gegenüber neben anderen Personen auf der Szene erfahren. Regie zu führen wird als wesentliche Aufgabe der Spielleitung verstanden, zentrale Grundsätze für die Schulpraxis werden vermittelt. Beim Dreh werden die Teilnehmenden schließlich vor und hinter der Kamera agieren und ihre Erfahrungen reflektieren.

Angesprochen zur Teilnahme sind an der Filmpraxis mit Jugendlichen Interessierte, vor allem Lehrerinnen und Lehrer, die erfolgreich die Qualifizierung TASCHENGELDKINO abgeschlossen haben.

 

Nick Dong-Sik, Schauspieler, seit 2004 Schauspielcoach und künstlerischer Leiter der First Take Schauspielakademie , Köln, www.firsttake-schauspielakademie.dewww.dongsik.de

Claudia Wenzel, filmlehrer.de, up-and-coming Int. Film Festival Hannover, Projektleiterin der Qualifizierungsmaßnahme TASCHENGELDKINO



"Wie Ohren sehen"

Ton/Sound/Musik im Film

12. - 13. Oktober 2012

Leitung: Olaf Mierau, Claudia Wenzel

Stimmengewirr im Café, Kaffeelöffel klappern an Tassen, der Wasserdampf zischt aus der Espressomaschine; Claus und Karin sitzen sich stumm gegenüber, draußen rauscht der Verkehr dumpf vorbei. Der Ton im Film weckt Assoziationen, lässt den Zuschauer Dinge hören, die er nicht sieht. Der Sound beschreibt, ergänzt, interpretiert die Bildebene; O-Ton, Soundeffekt, Filmmusik oder bewusst eingesetzte Stille tragen entscheidend zur Emotionalität des Films bei. Was wäre Hitchcocks ‚Psycho’ ohne die Stille vor dem Schrei? Was wäre James Bond im Dienste seiner Majestät ohne den Ohrwurm der Titelmusik im entscheidenden Moment der Verfolgung?

Die Wirkungen, die Musik und Sound für die Filmgestaltung haben können, werden erarbeitet.

Grundkenntnisse der Aufnahmetechnik, der Soundbearbeitung und Klanggestaltung (Optimierung und Soundeffekts) sowie der Wechselwirkung von Bild und Ton (Montage) werden in praktischen Übungen vermittelt. Filmbeispiele geben Anlass zur Reflexion.

Angesprochen zur Teilnahme sind an Filmpraxis mit Jugendlichen Interessierte, vor allem Lehrerinnen und Lehrer, die erfolgreich die Qualifizierung TASCHENGELDKINO abgeschlossen haben. Ein einigermaßen sicherer Umgang in Kameratechnik und Bildgestaltung sowie in der praktischen Anwendung von Montageprinzipien wird vorausgesetzt.

 

Olaf Mierau, Music-und Postproduction-Soundsupervisor und Consultant, Berlin, war 17 Jahre Geschäftsführender Gesellschafter und Chief Producer der Münchner Giesing-Team Tonproduktionen GmbH, lehrt an verschiedenen Filmschulen (Filmakademie Baden-Württemberg, seit 2007 Lehrauftrag am Institut für Musik und Medien an der Musikhochschule Düsseldorf für Dramaturgisches Sounddesign u.a.) und ist seit 1996 Mitglied im Art Directors Club Deutschland. 2004/2005 leitete er die Musikredaktion der Hauptredaktion ZDF Fernsehspiel, übernahm 2005 die Geschäftsführung der Studio Babelsberg Postproduktion GmbH und arbeitet seit 2007 als Freelancer für Postperfect/Studio Funk GmbH in Berlin und Hamburg sowie viele freie Projekte.

Claudia Wenzel, filmlehrer.de, up-and-coming Int. Film Festival Hannover, Projektleiterin der Qualifizierungsmaßnahme TASCHENGELDKINO